Münsteraner Institut für Humanistische Kunsttherapie  MIHK 

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des Begleiteten Malens und der Ausbildung

Begleitetes Malen, Maltherapie und Kunsttherapie 

verstehen wir als eigenständige Therapieform, welche direkt am Bild und zusammen mit den Malenden während dem Malen arbeitet. Bilder sind Sinn-Bilder, sie haben unmittelbar mit den Sinnen des Menschen und seinem Lebenssinn zu tun. Das Ziel des Begleiteten Malens ist es, die Kreativität in den Malenden zu fördern und ihnen die Gelegenheit zu geben, neue Lebensentscheidungen zu treffen und zu üben. (www.kunsttherapie.ch)

Die Ausbildung richtet sich an  

Personen in pädagogischen, heilpädagogischen, künstlerischen oder psychosozialen und -therapeutischen Berufen. 

Methode der Ausbildung

Die Ausbildung am Institut für Humanistische Kunsttherapie wird von den LeiterInnen als eine Zusammenarbeit verstanden, in der die fachliche und persönliche Entwicklung der Teilnehmenden im Mittelpunkt steht. Die KursteilnehmerInnen sind während ihrer Ausbildungszeit sowohl Malende wie MalleiterInnen und können damit an sich selbst ihr persönliches Wachsen und Lernen erleben. In der Auseinandersetzung mit den KursleiterInnen und der Gruppe finden die Teilnehmenden von Anfang an zu ihrem eigenen Arbeitsstil, und das eigene Malen und Leiten bietet grosse Möglichkeiten zum Üben und Verstehen der maltherapeutischen Grundhaltung.

Ein kleiner Film über das Begleitete Malen   >>>

Die maltherapeutische Arbeit umfasst drei Ebenen:

 Die Arbeit am Bild  (Form, Ästhetik, Geschichte)

Unsere Methodik des Begleiteten Malens stellt sich darauf ein, den heilenden Aspekt des Sinnbildes zu verstärken. Den Malenden wird die Möglichkeit angeboten, ihre Bilder zu schaffen und mit ihnen in Kontakt zu treten. Der bildnerische Prozess wird nicht auf ein vorgegebenes Thema eingeschränkt. Weder Motive noch Gefühle werden zur Bearbeitung vorgeschlagen, denn das Sinnbild ist eigenständig. Das Bild ist weder Illustration einer Pathologie, noch hat es eine verborgene Bedeutung, die nur der Therapeutin ersichtlich ist. Die Inhalte werden als solche verstanden, nicht als Symbole für etwas anderes: "Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose" (Gertrude Stein). Bilder werden nicht er-klärt, sondern ge-klärt.

 Die Arbeit am Prozess  (Weg, durch den die Malenden zum Bild kommen)

Wir gehen von der Annahme aus, dass die Malenden das Erstellen der Bilder auf die gleiche Art und Weise bewältigen wie das Leben. Der Therapie-Prozess entfaltet sich daher um die unmittelbare Realität des Bildes. Es gibt keine verbalen Erklärungen und Entschuldigungen: nur so, wie es gemalt ist, ist es gemalt, was nicht gemalt ist, ist nicht gemalt. Aufgrund dieser Realität besteht die Möglichkeit, Entscheidungen zu überprüfen, Vermeidungen und Blockierungen zu erkennen und neue Lösungen zu finden und zu üben. Die Malenden entwickeln ihre Kreativität, lernen, neue Schritte zu riskieren und gewinnen besseren Kontakt zur Realität.

 Die Arbeit an der Beziehung  (Kontakt zu sich und zur Umwelt)

Wir verstehen die Beziehung zwischen MaltherapeutIn und Malenden als eine spezielle Lebenssituation, in der sich die üblichen Beziehungsmuster, auch aus dem Alltag der Malenden, erfahren lassen. In der Auseinandersetzung mit dem/der MaltherapeutIn können sich die Malenden über ihre wirklichen Bedürfnisse klar werden. Die Malenden werden aufgefordert, Verantwortung zu übernehmen und Kontakt zu finden, ohne sich dabei selbst aufzugeben.

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